Aus dem Englischen übersetzt, zuletzt geprüft am 2. November 2026. Den Originalartikel auf Englisch lesen
Die Eisbären Berlin, Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL), haben am Sonntagnachmittag zu Hause mit 3:1 gegen ihren langjährigen Rivalen Adler Mannheim verloren. Laut Sportschau, die den Bericht des Regionalsenders rbb|24 veröffentlichte, entschied ein aberkanntes Berliner Tor in der Schlussphase ein enges, umkämpftes Spiel.
Was passiert ist
Es war das Topspiel des Wochenendes: der Tabellenerste gegen den Tabellendritten, Berlins Spitzenreiter gegen Mannheim. Wie die Sportschau berichtet, war die Arena am Ostbahnhof, die große Halle direkt neben dem Berliner Ostbahnhof, mit 14.200 Zuschauerinnen und Zuschauern ausverkauft. Die Drittel endeten 1:1, 0:0 und 0:2.
In den ersten rund fünf Minuten tasteten sich beide Teams ab. Dann kassierte Mannheim die erste Strafe des Spiels, und Berlin bekam ein Powerplay. Auf dem Papier ist das ein klarer Vorteil. Für diese Eisbären-Mannschaft ist es jedoch zur Schwachstelle geworden. Die Sportschau weist darauf hin, dass Berlin schon lange zu den ungefährlichsten DEL-Teams in Überzahl gehört und im Schnitt fast neun von zehn Powerplays ohne Tor bleiben. Das erste am Sonntag verlief genauso.
Mannheim ging in der 14. Minute in Führung. Ein folgenschwerer Fehlpass der Berliner im Angriffsdrittel schickte Luke Esposito auf die Reise, und er überwand Eisbären-Torhüter Jonas Neffin, der zuletzt stark gehalten hatte, mit einer feinen Bewegung. Die Heimfans verstummten, allerdings nicht lange. Berlin drängte in den letzten Minuten des ersten Drittels, und in der 19. Minute feuerte Kai Wissman einen weiteren gefährlichen Schuss auf das Mannheimer Tor ab. Nach zwei Abprallern stocherte Markus Vikingstad den Puck zum 1:1 über die Linie.
Das zweite Drittel blieb torlos. Die Sportschau beschreibt, wie Angriffe auf beiden Seiten immer wieder in einer hart umkämpften neutralen Zone hängen blieben und beide Torhüter alles entschärften, was doch durchkam. Früh im dritten Drittel hatte Berlin erneut ein Powerplay, und wieder sprang kaum etwas dabei heraus. Als beide Teams wieder komplett waren, wurde die Partie zu einem Duell zweier Abwehrreihen, die fast alles dichtmachten.
Das hielt bis zur 52. Minute, als Mannheims Verteidiger John Gilmour mit einem starken Sololauf die Führung fast aus dem Nichts wiederherstellte. Berlin hatte eine Minute später eine Antwort, so schien es zumindest. In der 53. Minute traf Ty Ronning im Powerplay vom linken Bullykreis aus erst den linken, dann den rechten Pfosten, und der Puck rutschte langsam über die Linie. Das Tor wurde nicht gegeben, weil Ronning in das Mannheimer Tor gekracht war und es aus der Verankerung geschoben hatte, als der Puck hineinging. Es blieb beim 2:1 für Mannheim, und die Gäste trafen anschließend ins leere Berliner Tor zum 3:1 und machten den Sieg perfekt.
Warum das für Sie wichtig ist, wenn Sie in Deutschland leben
Wenn Sie erst vor Kurzem nach Berlin oder Mannheim gezogen sind, ist dieses Duell ein guter Einstieg ins deutsche Eishockey. Der Bericht der Sportschau macht deutlich, dass es kein gewöhnliches Aufeinandertreffen ist. Er nennt die beiden Clubs „ewige Rivalen“ und beschreibt Mannheim als den großen, verhassten Rivalen, dessen Besuche in Berlin nur deshalb willkommen sind, weil sich ein Sieg gegen sie besonders gut anfühlt. Für Neuankömmlinge macht genau diese Atmosphäre einen großen Teil des Reizes aus, und das Publikum am Sonntag zeigte, wie groß die Nachfrage ist: Die Halle war voll.
Für die Anhängerinnen und Anhänger der Eisbären deutet das Ergebnis auf ein bekanntes Problem hin. Das Team führt zwar weiterhin die Tabelle an, doch das Powerplay ist eine auffällige Schwäche, und in diesem Spiel fiel sie ins Gewicht. Zwei Berliner Überzahlspiele blieben ohne Ertrag, und das eine, in dem ein Tor fiel, endete damit, dass dieses aberkannt wurde. In einem engen Spiel zwischen Spitzenteams machte das den Unterschied.
Für die Fans der Adler Mannheim ist ein Auswärtssieg beim Tabellenführer in einer ausverkauften Halle ein starkes Zeichen des Tabellendritten.
Wenn Sie die regionale Berichterstattung über das Berliner Team verfolgen möchten: rbb|24, das Nachrichtenangebot des Rundfunks Berlin-Brandenburg (der öffentlich-rechtliche Sender für Berlin und Brandenburg), hat im Programm und als Audio über das Spiel berichtet. Die Sportschau, die Sportmarke der ARD, brachte den Bericht bundesweit.
Wie es weitergeht
Die DEL pausiert nun für den Deutschland Cup, ein internationales Turnier, was beiden Clubs eine Pause verschafft, bevor der Ligabetrieb weitergeht. Laut Sportschau gehen die Berliner mit einem Rückschlag in die Pause, und die Unterbrechung gibt dem Trainerteam Zeit, am Powerplay zu arbeiten, das die Mannschaft schon früher Punkte gekostet hat.
Das aberkannte Tor von Ronning dürfte unter Berliner Fans zudem noch eine Weile Gesprächsthema bleiben, da es den Ausgleich so knapp verfehlte. Mannheim wiederum hat gezeigt, dass es den Tabellenführer in dessen eigener Halle schlagen kann. Die Tabellenspitze verspricht Spannung, wenn die DEL zurückkehrt, und das nächste Duell dieser beiden Clubs wird in beiden Städten viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Quelle: Sportschau
Quellen
- sportschau: DEL-Spitzenspiel der ewigen Rivalen: Adler schlagen Eisbären, abgerufen am 2. November 2026
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