Aus dem Englischen übersetzt, zuletzt geprüft am 14. Oktober 2026. Den Originalartikel auf Englisch lesen
Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Berliner Universitätsklinik Charité aufgerufen, am Donnerstag und Freitag dieser Woche erneut die Arbeit für Warnstreiks niederzulegen. Laut rbb24 sind die Früh-, Spät- und Nachtschichten an den Charité-Standorten Mitte, Virchow und Benjamin Franklin betroffen. Am Mittwoch verhandelt ein Gericht über den Notdienst während der Streiks.
Was passiert ist
Verdi ist eine der größten Gewerkschaften Deutschlands und vertritt auch viele Beschäftigte in Krankenhäusern. Die Gewerkschaft hat an der Charité zu einer neuen Runde von Warnstreiks aufgerufen. Ein Warnstreik ist eine kurze, zeitlich begrenzte Arbeitsniederlegung. Gewerkschaften in Deutschland setzen damit Arbeitgeber unter Druck, solange noch über Löhne und Arbeitsbedingungen verhandelt wird.
Wie rbb24 berichtet, gelten die Streikaufrufe für Donnerstag und Freitag. Betroffen sind Beschäftigte in Früh-, Spät- und Nachtschichten an drei Standorten der Charité: Mitte, Virchow und Benjamin Franklin.
Nach Angaben von rbb24 fordert Verdi unter anderem, die Arbeitsbelastung des Klinikpersonals zu senken und besonders belastende Schichten wirksam auszugleichen. Es sind nicht die ersten Streiks in diesem Konflikt. Laut rbb24 hatte Verdi seine Mitglieder bereits im September zu Warnstreiks aufgerufen, um seinen Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck zu verleihen, also in den Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber.
Unabhängig davon verhandelt das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg als Berufungsinstanz in Arbeitssachen am Mittwoch darüber, wie viel Notdienst während der Streiks aufrechterhalten werden muss. Der Notdienst ist das Personal, das im Dienst bleiben muss, damit die unverzichtbare Versorgung der Patientinnen und Patienten weiterläuft, während andere streiken.
Im vergangenen Monat hatte das Arbeitsgericht als erste Instanz die Personalstärke für diesen Notdienst festgelegt. Wie rbb24 berichtet, hält Verdi diese Vorgaben für zu hoch und hofft, dass das Gericht sie vor Beginn der neuen Streiks senkt. Die Charité argumentiert dagegen, ein umfangreicher Notdienst sei nötig, um die medizinische Versorgung sicherzustellen.
Was das für Sie bedeutet
Wenn Sie in Berlin leben und die Charité nutzen, kann der Streik Sie am Donnerstag und Freitag betreffen, je nachdem, wo und wann Sie behandelt werden. Laut dem Bericht von rbb24 ist Folgendes bekannt:
- Welche Standorte: die Charité-Standorte Mitte, Virchow und Benjamin Franklin.
- Welche Tage: Donnerstag und Freitag dieser Woche.
- Welche Schichten: Früh-, Spät- und Nachtschichten.
- Notfallversorgung: Während der Streiks gibt es einen Notdienst. Wie viel Personal dafür eingeteilt werden muss, verhandelt das Gericht am Mittwoch.
Ob geplante Operationen, ambulante Termine oder andere Behandlungen verschoben werden, geht aus dem Bericht von rbb24 nicht hervor. Wenn Sie oder ein Familienmitglied an diesen Tagen einen Termin oder einen geplanten Eingriff an einem der drei Standorte haben, wenden Sie sich an die zuständige Klinik oder Abteilung der Charité, um zu erfahren, ob er wie geplant stattfindet.
Wenn Sie einen medizinischen Notfall haben, zögern Sie wegen des Streiks nicht, sich Hilfe zu holen. Der Notdienst ist genau dafür da, die unverzichtbare Versorgung aufrechtzuerhalten.
Wenn Sie an der Charité arbeiten: Der Streikaufruf kommt von Verdi. Wenden Sie sich an die Gewerkschaft oder an Ihre Personalvertretung, um zu erfahren, wer zum Streik aufgerufen ist und wer für den Notdienst eingeteilt wird.
Wie es weitergeht
Entscheidend ist vor allem die Verhandlung vor dem Landesarbeitsgericht am Mittwoch. Senkt das Gericht die Personalvorgaben für den Notdienst, wie Verdi es fordert, könnten sich am Donnerstag und Freitag mehr Beschäftigte am Streik beteiligen. Behält das Gericht die bisherigen Vorgaben bei, wie es die Charité verlangt, bleibt ein größerer Teil des Personals im Dienst.
Die übergeordnete Tarifrunde zwischen Verdi und der Charité ist weiterhin nicht abgeschlossen. rbb24 nennt weder einen Termin für weitere Verhandlungen noch weitere Streikpläne nach Freitag. Da dies nach September bereits die zweite Warnstreikrunde ist, lohnt es sich, die lokalen Nachrichten auf neue Streikaufrufe zu verfolgen, wenn Sie auf Leistungen der Charité angewiesen sind.
Quelle: rbb24
Quellen
- rbb24: Charité-Kliniken sollen Donnerstag und Freitag bestreikt werden, abgerufen am 14. Oktober 2026
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